Gesundheit und Pflege beim Mops

Gepflegt von Pfote bis Kopf

Prinzipiell ist der Mops ein recht pflegeleichter Hund. Ein mal im Jahr schoren, zu lange Krallen kürzen und ab und an eine Kontrolle im Ohr bzw. der Nasenfalte. Viel mehr ist bei einem gesunden Mops nicht zu erledigen und damit es dabei bleibt, nachfolgend einige wichtige Tipps. Merk dir: Ein gepflegter Hund ist meistens auch ein gesunder Hund. Wie du etwaig auftretende Krankheiten frühzeitig erkennen kannst, erfährst du weiter unten.

Der Mops und sein Fell

Wie sehr stören dich herumliegende Hundehaare? Wir hoffen nicht zu sehr, denn ganz ohne frei liegende Mopshaare wirst du mit einem Mops nie sein, gewöhn dich dran. Prinzipiell haaren schwarze Möpse ein bisschen weniger als helle aber auch nicht gerade wenig. Das Problem relativiert sich etwas, wenn man sich das kurze und weiche Fell mal genauer anschaut. Ein Mops muss nicht täglich gebürstet oder gekemmt werden, noch nicht einmal während des Fellwechsels.

Fellpflege

Wie bereits erwähnt bedarf das Mopsfell keiner ausergewöhnlichen Pflege. 1 - 2 mal im Jahr sollte man das Fell dennoch trimmen bzw. schoren, um den Mops von seiner Altlast zu befreien, besonders während der Sommermonate wird dir dein Vierbeiner dafür dankbar sein. Das nachwachsende Fell (auch während des Fellwechsels) sollte im Idealfall nach kurzer Zeit wieder weich und flauschig sein. Ist das nicht der Fall bzw. hat dein Mops dauerhaft ein sehr borstiges Fell, kann das mehrere Ursachen haben. Am häufigsten ist "schlechtes" Fell auf eine Unterernährung zurückzuführen (zu wenig essenzielle Fettsäuren, Biotin, Vitamin B), aber auch Parasiten, Organschäden, Allergien oder Stress können die Ursache sein. Wende dich bitte im Zweifelsfall immer an deinen Tierarzt!

Fell waschen

Regelmäßiges Baden und Waschen - womöglich noch unter Verwendung von Seife oder parfümierten Shampoos - schadet deinem Mops definitiv mehr als es nützt. Seife zerstört den natürlichen Fettschutz von Haut und Haaren und dieser Schutz sorgt dafür, dass normaler Schmutz wieder von ganz alleine aus dem Hundefell verschwindet. Sollte dies nicht funktionieren, z.B. weil dein Mops sich ausgelassen in einem grünen Tümpel vergnügen musste, oder mit anderem groben Schmutz in Berührung gekommen ist, dann muss man dagegen natürlich etwas unternehmen. Sollte klares Wasser nicht mehr ausreichen, empfehlen wir ein möglichst mildes Hundeshampoo mit geeignetem pH-Wert.

Die Nasenfalte beim Mops

Bei einem gesunden Mops gibt es im Normalfall keine Probleme mit den Gesichtsfalten, auch nicht mit der oft diskutierten und berühmten Nasenfalte. Sollte es an diesen Stellen zu einer Entzündung kommen, liegt eine (wie das Wort "Entzündung" schon aussagt)  Krankheit vor, die einfach zu behandeln ist. Bitte gehe unbedingt auf deinen Tierarzt zu, vermutlich haben sich Bakterien oder Hefepilze breitgemacht. Da es deinem Mops beim Tierarzt niemals gefallen wird, solltest du immer vorbeugend arbeiten, z.B.wenn dein Mops neben dir auf dem Sofa liegt. Einfach die Nasenfalte untersuchen, indem du sie etwas anhebst und mit einem sauberen Papiertaschentuch oder Kosmetikpapier (bitte Parfümfrei!) durchwischt. Wenn sich hier tatsächlich etwas Schmutz gesammelt hat, kann eine milde Wundsalbe helfen, die sanft aufgetragen und nach ein paar Minuten Einwirkzeit samt Schmutz wieder entfernt wird. Ein mögliches Anzeichen für Schmutz in der Nasenfalte kann es übrigens auch sein, wenn sich dein Mops öfters im Gesicht kratzt, seinen Kopf an Kissen oder  Hosenbeinen reibt oder er sich permanent probiert über das ganze Gesicht zu lecken.

Augen und Ohren

Augen und Ohren bedürfen keiner besonderen Behandlung, sondern eher einer dauernden Beobachtung. Leichte Verkrustungen am Auge sind harmlos und am besten mit einem weichen Papiertuch zu entfernen. An den Ohren sollte man sehr behutsam vorgehen und auf keinen Fall mit einem Q-Tipp ins Innere "bohren", weil man damit nur den etwaigen Dreck in Richtung Trommelfell befördert (wie auch bei uns Menschen). Vielmehr sollte man ab und an 1 - 2 Reinigungstropfen (erhältlich beim Tierarzt) in beide Ohren geben und leicht von außen einmassieren. Dein Mops wird sich anschließend mehrfach schütteln und den Dreck nach außen befördern, den man dann ganz einfach mit einem Tuch entfernen kann. Sollte es Anzeichen für dauerhafte Probleme an Augen oder Ohren geben, hilft dir der Tierarzt weiter. Beispielsweise könnten sich Ohrmilben eingeschlichen haben. Hier ist eine normale Reinigung nicht ausreichend, aber auch dagegen gibt es sehr gute Mittel.

Die Zähne beim Mops

Wie bereits erwähnt hat der Mops in den meisten Fällen einen geringfügigen Vorbiss, jedoch wird kein Mops freiwillig sein Gebiss zeigen, da ist er heikel. Ob man bei einem Hund Zähne putzen soll oder nicht wird oft diskutiert, jedoch ist das beim Mops gar nicht mal so abwegig, da er durch seinen breiten Unterkiefer dazu neigt, sein Fresschen ehr runterzuschlucken, wie zu kauen. Dementsprechend sind die Zähne deines Lieblinges weniger gefordert, wie die seiner grauen Vorfahren und dementsprechend bildet sich sehr leicht Zahnstein der zu weiteren Problemen führen kann. Zahnstein kann bei deinem Mops nur unter Narkose entfernt werden, da er wie bereits gesagt, bei seinem Gebiss sehr eigen ist. Zur Vorbeugung können Speziel-Zahnbürsten und Zahnpasta helfen und nach ein paar Leckerchen wird sich der Mops auch daran gewöhnt haben. Ein typisches Anzeichen für schlechte Zähne und Zahnstein ist übrigens ein dauerhaft schlechter und fauliger Atem bei deinem Vierbeiner.

Krankheiten bei deinem Mops erkennen

Der Mops ist ein recht robuster Hund, der sich normalerweise seines Lebens freut. Da er nicht wehleidig ist, zeigt der Mops meist Schmerzen erst dann, wenn es unter Umständen schon zu spät sein könnte. Deshalb sollte man Verhaltensänderungen wie z.B. Futterverweigerung oder vermehrtes Trinken genau im Auge behalten, aber Vorsicht: Hüte dich vor übermäßiger Hysterie. Ständiges ängstliches Beobachten kann genauso schädlich sein, wie allzu große Sorglosigkeit.

Erste Warnungen

Achte auf das Fell von deinem Mops. Wenn das an sich glatte weiche Haarkleid plötzlich struppig oder löchrig ist, solltest du genauer hinsehen. Das der normalerweise mit einem gesunden Appetit gesegnete Mops einmal eine Mahlzeit verschmäht, kann vorkommen, rührt er jedoch mehrere Male seinen frisch gefüllten Napf nicht an oder nimmt nur ein paar Bröckchen auf, dann ist das ebenfalls ein schlechtes Anzeichen. Ebenfalls alarmierend: Dein Mops bleibt im Körbchen oder auf der Couch liegen, obwohl du ihn zum spazieren gehen aufgerufen hast. Da dein Vierbeiner normalerweise am glücklichsten ist, wenn er den ganzen Tag bei dir ist, solltest du deinen Mops bei solchen Auffälligkeiten weiter beobachten. Das vielleicht deutlichste "stille" Anzeichen für eine Veränderung bzw. Schmerzen ist, wenn sich dein Mops intensiv die Vorderpfoten leckt oder sogar anfängt, darauf herum zu beißen. Diese Übersprunghandlung ist in der Regel ein deutlicher Hinweiß darauf, dass er an einer Körperstellen, die für ihn nicht erreichbar ist, ziemliche Schmerzen hat.

Ab zum Tierarzt

Ganz allgemein: Bei anhaltenden Verhaltensänderungen oder erkennbaren Schmerzen solltest du in jedem Fall deinen Tierarzt kontaktieren. Wenn du die Symptome von deinem Mops genau schildern kannst, wird er dir und deinem Liebling umso schneller behilflich sein können.

Bei diesen Anzeichen solltest du einen Tierarzt in Betracht ziehen:

  • Futterverweigerung über mehrere Mahlzeiten
  • ungewöhnliches, vermehrtes Trinken
  • struppiges oder löchriges Fell
  • Lustlosigkeit vor bzw. während des Spazierganges
  • häufiges lecken bzw. beißen der Vorderpfoten
  • deutlich vermehrtes Hecheln