Rasse und Wesen vom Mops

Der Mops kann Eines besonders gut: Zusammenleben mit dem Menschen. Das liegt vor allem daran, dass er niemals etwas anderes gewohnt war.  Er musste nie irgendwelche schwierigen Aufgaben erledigen, wurde nie als Hüte- oder Wachhund eingesetzt. Der Mops ist und war immer nur Familienhund. Das ist einer der Gründe, warum er sich beim Menschen so wohl fühlt und das ist unabhängig davon, ob diese nun allein auf einem Schloss wohnen oder als Großfamilie in einer Zweizimmerwohnung. Der Mops ist zeitgemäß.

Erste Überlegungen

Unabhängig vom Mops solltest du dir vor der Anschaffung eines Hundes einige Gedanken machen. Wichtig ist in Bezug auf diese Rasse vor allem, das bei den Überlegungen die ganze Familie mit einbezogen wird. Bist du dir sicher, das ein Hund (gleich welche Rasse) in dein Leben passt? Bist du bereit, für die nächsten 10 - 15 Jahre dem Hund unter anderem täglich die Bewegung zu verschaffen, die er zu seinem Wohlbefinden braucht? Sei dir bitte im klaren darüber, das der Hund bei der Planung deiner Freizeitaktivitäten voll mit einbezogen werden muss, egal ob Feierabend, Wochenende oder Urlaub. Hunde kosten Geld und das oft nicht zu knapp, hierbei ist der Kaufpreis noch das geringste. Regelmäßige Impfungen sind Pflicht, Tierarztbesuche unverzichtbar, der Hund könnte krank werden.

Du bist dir sicher, das du immer noch einen Hund willst? Dann werden dir die nächsten Abschnitte sehr gut bei deiner Entscheidung für den Mops weiterhelfen.

Das Wesentliche am Mops

Familienhund

Man kann von seinem Mops nicht erwarten, dass er das Haus bewacht. Sicherlich wird er den Einbrecher anbellen, aber nur dann, wenn er vorher klingelt. Als Beschützer ist er nicht imposant genug. Auch als Hütehund eignet er sich nicht so recht. Der Mops erfüllt dafür alle anderen Aufgaben, die ein guter Familienhund erfüllen muss. Er ist freundlich, kuschelbedürftig und sieht in seiner Familie zu jeder Zeit sein Vorbild, dem er gefallen möchte.

Der Charakter

Besonders anzumerken ist der besonders temperamentvolle, dennoch jederzeit friedfertige Charakter des Mopses. Dadurch ist ein harmonisches Zusammenleben innerhalb der Familie möglich, egal wie groß oder klein Familie und Lebensraum, egal ob mit anderen Tieren oder kleinen Kindern. Der Mops passt sich seiner Familie perfekt an.

Seelentröster

Eines steht außer Frage: Keine andere Hunderasse versteht es so gut, in schwierigen Lebenslagen zur Seite zu stehen wie der Mops. Er bemerkt intuitiv, wenn es einem Familienangehörigen nicht gut geht und vermittelt mit seiner freundlichen Ausstrahlung permanent ein Gefühl von "Alles wird gut". Villeicht ist das auch der Grund, warum der Mops immer wieder als Therapiepartner eingesetzt wird, beispielsweise auch in manchen Unikliniken als Begleiter bei Ärtztevisiten.

Intelligenz und Ausdauer

Der Mops gehört zu den klügsten Hunderassen überhaupt, hat aber immer wieder mit Vorurteilen zu kämpfen. Beispielsweise sprechen viele von der Träg- und Faulheit der Rasse. Glaube das nicht! Mit einem Mops kann man gut und gerne den ganzen Tag spazieren und spielen gehen, er wird dich dafür lieben. Allerdings wird er genauso zufrieden sein, wenn der Sonntagnachmittag auf der Couch verbracht wird. Ein Allrounder eben, der vor allem dazugehören und dir gefallen will.

Ostasiatische Herkunft

Niemand kann heute genau sagen, wie lange es den Mops genau gibt. Das liegt daran, das es keine Zeitzeugen gibt. Da es sich allerdings zweifelsfrei um einen Haushund handelt kann man die Entstehung irgendwann nach 10.000 v.Chr. datieren.

 

Fast alles spricht dafür, dass es die ersten Möpse in China gab. Aus der Zeit der Sung-Dynastie (982-1227 n. Chr.) hat man Darstellungen von eindeutig mopsähnlichen Hunden gefunden. Nach einer sehr schönen Theorie lebten sie bei Hofe in den Wohnanlagen der Mandarine, der kaiserlichen Ratgeber. Dazu würde der Charakter der Möpse sehr gut passen, denn in den Wohnanlagen lebten die Mandarine zusammen mit ihren vielen Haupt- und Nebenfrauen sowie deren Kindern.

Legenden

Im Laufe derJahrhunderte wurde der Mops  durch viele Legenden auf seinem Weg begleitet. Einer der bekanntesten Geschichten erzählt von Mops Pompey, der im 16. Jahrhundert seinem Herrchen Wilhelm I. (auch Wilhem der Schweiger genannt) durch lautes Gebell das Leben gerettet hat, indem er ihn noch rechtzeitig auf einen Attentäter aufmerksam machte.

Sollte diese Geschichte stimmen, so hätte der Mops geradezu europäische Geschichte geschrieben. Aus Dankbarkeit für seine Rettung war der Prinz nie mehr ohne Mops und das Haus Oranien blieb dieser Rasse noch sehr lang eng verbunden.

Der Mops kommt in Mode

Obwohl der Mops bis Anfang der 2000er immer wieder Gegenstand von überwiegend lustigen Fernsehbeiträgen und Presseartikeln war, blieben die Welpenzahlen weitgehend konstant. Ab Mitte der 2000er  stieg die Welpenanzahl immer weiter an, sodass im Jahr 2008 bereits 636 Welpen in die Zuchtbücher der VDH-Vereine eingetragen wurden - im Übrigen die höchste Steigerungsrate aller VDH-Vereine. Möglicherweise liegt das an bekannten Blockbustern wie "Men in Black", in dem Mops Frank den Zuschauer bei Laune hält.